KONSERVATIVE ARTHROSE-THERAPIE
Konservative Arthrosebehandlung in Mainz: Fortschrittliche Therapien vor dem Gelenkersatz
Spezialisierte Behandlung bei Arthrose in Hüfte und Knie
Im ENDOPROTHETICUM Rhein-Main, Ihrer orthopädischen Spezialpraxis in Mainz, bieten wir unter der Leitung von Prof. Dr. med. Karl Philipp Kutzner umfassende Expertise nicht nur im Bereich des Gelenkersatzes, sondern auch in der fortschrittlichen konservativen Arthrosetherapie. Unser Ziel ist es, operative Eingriffe so lange wie möglich hinauszuzögern und Ihre Lebensqualität durch gezielte, nicht-chirurgische Maßnahmen zu erhalten und zu verbessern. Wir verstehen, dass Gelenkverschleiß, insbesondere die Arthrose Hüfte und die Arthrose Knie, den Alltag erheblich beeinträchtigen kann. Daher setzen wir auf bewährte und innovative Behandlungsmethoden, um Schmerzen zu lindern und die Gelenkfunktion zu optimieren.
Hyaluronsäure: Eine effektive Waffe gegen Gelenkschmerzen
Eine zentrale Säule unserer konservativen Behandlungsstrategie ist die Injektionstherapie mit Hyaluronsäure. Hyaluronsäure ist ein natürlicher Hauptbestandteil der Gelenkflüssigkeit und wirkt wie ein Schmiermittel und Stoßdämpfer im Gelenk. Bei einer Arthrose nimmt die Konzentration und Qualität der körpereigenen Hyaluronsäure ab, was zu erhöhter Reibung und Schmerzen führt.
Durch die direkte Injektion von hochreiner Hyaluronsäure in das betroffene Gelenk können wir die Gleitfähigkeit des Knorpels verbessern, Entzündungsprozesse hemmen und die Schmerzen signifikant reduzieren. Diese Behandlung ist besonders wirksam bei beginnender bis mittelgradiger Arthrose Knie und Arthrose Hüfte und kann die Notwendigkeit eines Gelenkersatzes für längere Zeit aufschieben.
Unsere konservativen Therapieansätze im Überblick
- Injektionstherapie mit Hyaluronsäure: Zur Wiederherstellung der Gelenkschmierung und zur Schmerzlinderung.
- Eigenbluttherapie (ACP): Nutzung körpereigener Wachstumsfaktoren zur Förderung der Regeneration und Hemmung von Entzündungen.
- Physiotherapie und manuelle Therapie: Gezielte Übungen zur Stärkung der Muskulatur, Verbesserung der Beweglichkeit und Stabilisierung der Gelenke.
- Medikamentöse Therapie: Einsatz entzündungshemmender und schmerzlindernder Medikamente zur Symptomkontrolle.
- Beratung zu Lebensstiländerungen: Professionelle Empfehlungen bezüglich Gewichtsmanagement und gelenkfreundlicher Aktivitäten.
Wann ist eine konservative Therapie sinnvoll?
Eine konservative Therapie ist die erste Wahl bei Patienten mit leichten bis moderaten Arthrosebeschwerden. Sie zielt darauf ab, die Symptome zu kontrollieren und das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen. Insbesondere bei der Arthrose Hüfte und der Arthrose Knie können Therapien wie die Injektion von Hyaluronsäure dabei helfen, die Gelenkfunktion zu erhalten und die Lebensqualität deutlich zu steigern. Prof. Dr. Kutzner und sein Team analysieren Ihren individuellen Befund präzise, um den für Sie optimalen Behandlungsplan zu erstellen.
Kontaktieren Sie das ENDOPROTHETICUM Rhein-Main in Mainz für eine umfassende Beratung. Wir prüfen sorgfältig, welche konservativen Möglichkeiten für Sie infrage kommen, bevor wir einen operativen Eingriff in Erwägung ziehen.
PHYSIOTHERAPIE
Als Kernelement der Arthrosetherapie sehen alle Leitlinien die Bewegungstherapie an. Die Bewegungstherapie kann abhängig von Alter, Komorbidität, Schmerzintensität und Bewegungseinschränkungen Übungen zur Kräftigung und Mobilisierung umfassen, sie dient aber auch zur Steigerung der körperlichen Belastungsfähigkeit. Bei Einschränkungen der funktionellen Beweglichkeit empfehlen die Leitlinien Techniken der passiven Gelenkmobilisation, die sie ebenfalls als Element der Bewegungstherapie definieren. Insbesondere die Physiotherapie ist ein wesentlicher Baustein der Behandlung. Hier erlernen die Patienten Übungen, die sie im besten Fall zu Hause in Eigenregie weiterführen können.
Sportliche Aktivität, wie Radfahren oder Schwimmen, kann Schmerz reduzieren, die Beweglichkeit verbessern, den Gelenkstoffwechsel steigern sowie die umgebende Muskulatur kräftigen und wird ebenfalls als wichtiger Bestandteil der konservativen Therapie angesehen.
Die Entscheidung über die Art der sportlichen Aktivität (Wandern, Radfahren, Golfen, Tennis...) sollte individualisiert erfolgen und einerseits anatomische Voraussetzungen (Beinachsen, Begleitpathologien) und andererseits die aktuelle Schmerz- und Entzündungsreaktion der Arthrose berücksichtigen. Eine sportbedingte Überlastung ist dabei zu vermeiden. Bei akuten Gelenkschmerzen und Schwellungen kann häufig auch ein vorübergehendes Sportverbot notwendig werden.

ENTZÜNDUNGSHEMMENDE
SCHMERZTHERAPIE

Nicht steroidale Antirheumatika (NSAR) sind eine Gruppe von Medikamenten, die schmerzlindernd, entzündungshemmend und fiebersenkend wirken. Somit sind sie besonders wirksam bei entzündungsbedingten Arthroseschmerzen.
Aufgrund großer interindividueller Schwankungen in Bioverfügbarkeit und Halbwertszeit ist die Wirkung bei Patienten unterschiedlich stark ausgeprägt.
NSAR sollten nicht zur Dauerbehandlung eingesetzt werden, sondern nur befristet („nach Bedarf“) während der Schmerzperioden und bis zum Abklingen der Entzündung. Die Dauer einer Behandlung ist nicht immer vorhersagbar, sollte aber bis zum Rückgang der Entzündungsymptome (wie Schwellung, Schmerz, Erwärmung) durchgeführt werden. Die Wirkung der NSAR tritt im Durchschnitt etwa 0,5–1 Stunde nach Einnahme auf, bei Tabletten mit verzögerter Freisetzung (z.B. Retard-Tabletten) nach etwa 1–3 Stunden.
NSAR besitzen ein beachtliches Potential an Nebenwirkungen, die besonders im höheren Lebensalter als auch bei höherer Dosierung auftreten. Insbesondere können sie bei langer Anwendung den Magen, die Nieren und das Herz-Kreislauf-System schädigen.
Systemische COX-2-Hemmer sind eine spezielle Form der NSAR, die insbesondere die Nebenwirkungen im Bereich des Magen-Darm-Traktes deutlich reduzieren können.
NSAR können bei starken Schmerzzuständen gut mit Metamizol (Novalgin, Novaminsulfon) kombiniert werden. Der genaue Wirkmechanismus von Metamizol ist jedoch bis heute nicht bekannt.
Paracetamol zeigt bei Patienten mit Arthrose keine klinisch signifikante schmerzlindernde Wirkung. Zu diesem Ergebnis kommen zahlreiche Studien.
Arthrosepatienten sollten zudem sehr zurückhaltend mit Opiaten behandelt werden. Diese sind reine Schmerzhemmer und wirken nicht gegen die Entzündung in den Gelenken. Der Nutzen dieser Schmerzmittel ist somit gering und steht einem hohen Risiko für Nebenwirkungen gegenüber. Auch beinhalten sie ein nicht unerhebliches Suchtpotential.
Die verschiedenen Substanzgruppen der Schmerztherapie werden individuell eingesetzt, wobei stets Nutzen und Nebenwirkungen abgewogen werden müssen.
INFILTRATIONSTHERAPIE
Infiltrationen der Gelenke erfolgen unter sterilen Bedingungen, trotzdem bleibt ein Restrisiko. Es können Hautkeime in das Gelenk verschleppt werden, was eine Gelenkinfektion auslösen kann. Die Häufigkeit dafür wird in der Literatur mit 1:10000 angegeben. Auch eine allergische Reaktion, eine Blutung oder die Schädigung eines dünnen Nervs durch die Nadel sind in sehr seltenen Fällen möglich.
Trotz dieser Risiken ist die Gelenkinfiltration bei Arthrose eine sinnvolle Maßnahme. Die verabreichten
Medikamente wirken direkt im Gelenk und haben teilweise eine langanhaltende Wirkung. Die häufigen
Magenprobleme DER entzündungshemmenden Tabletten treten nicht auf.

KORTISON
Glukokortikoide, oft auch kurz als Kortisone bezeichnet, wirken stark
entzündungshemmend. Mit dem Einspritzen in das Gelenk kann das Kortison direkt auf die gereizte und entzündete Gelenkinnenhaut (Synovialis) einwirken. Diese Maßnahmen sollten so selten wie möglich durchgeführt werden. Zwar ist Kortison stark wirksam, es kann aber, insbesondere bei häufiger Anwendung, auch dem Gelenkknorpel schaden. Vor allem bei der aktivierten Arthrose
mit Schwellung und Erguss ist eine Injektion von Cortison in das Gelenk häufig sehr effektiv. Dabei kann auch ein praller Gelenkerguss abpunktiert werden. Durch das Herausziehen des Ergusses wird der Druck im Inneren des Gelenkes gesenkt. Die Wirkung des Kortisons lässt jedoch zumeist bereits nach ca. 4 Wochen wieder deutlich nach.

HYALURONSÄURE
Hyaluronsäure wird seit mehreren Jahrzehnten bei der symptomatischen Behandlung von Arthrosen unterschiedlicher Gelenke eingesetzt. Es handelt sich um eine natürlich im Gelenk vorkommende Substanz. Vor allem Knorpelzellen und die Gelenkschleimhaut bilden Hyaluronsäure. Die wasserbindende Hyaluronsäure und ihrer Polymere (langkettige Verbindungen) halten die Gelenkflüssigkeit viskos (dickflüssig). Damit ist die Hyaluronsäure das eigentliche "Schmiermittel" im Gelenk, das die Gleitfähigkeit der Gelenkflächen unterstützt. Bei Entzündungen oder nach Verletzungen bzw. im höheren Alter sinkt die Verfügbarkeit der Hyaluronsäure im Gelenk. Durch eine Spritze mit Hyaluronsäure in das betroffene Gelenk können die nachteiligen Folgen der fehlenden Hyaluronsäure wieder ausgeglichen werden. Ziel ist es, dem durch die erhöhte Reibung der Gelenkflächen entstehenden Gelenkverschleiß vorzubeugen oder diesen zumindest zu verlangsamen.
Trotz einer Vielzahl an wissenschaftlichen Untersuchungen ist die Wirksamkeit dieser Therapieform in der Literatur nach wie vor umstritten. In neueren und hochwertigen Metaanalysen wird jedoch eine klinisch relevante Schmerzhemmung beschrieben. Die Therapie mit Hyaluronsäure ist weit verbreitet, sie wird von den gesetzlichen Krankenkassen aber noch nicht übernommen.

ACP / PRP
Die Behandlung mit autologem konditioniertem Plasma (ACP) stellt ein neuartiges Behandlungsverfahren zur Therapie verschleißbedingter Gelenkbeschwerden dar. Es ist bekannt, dass die im menschlichen Blut enthaltenen Wachstumsfaktoren
verschiedenste Heilungsvorgänge positiv beeinflussen können. Auf dieser Erkenntnis beruht die ACP-Therapie. Mittels hochkonzentrierter Wachstumsfaktoren im Blut (aus den Thrombozyten bzw. Blutplättchen) können
Heilungs- und Aufbauprozesse im geschädigten Gelenkknorpel und Sehnengewebe angeregt werden. Erste klinische Ergebnisse zeigen signifikante Verbesserungen hinsichtlich Schmerzverlauf und Beweglichkeit.
Hierfür ist eine Blutentnahme erforderlich. Durch ein spezielles Trennverfahren mittels Zentrifuge wird der Teil des Blutes gewonnen, der körpereigene regenerative und arthrosehemmende Bestandteile enthält. Die so gewonnene körpereigene Lösung wird anschließend direkt in das betroffene Gelenk injiziert. Dies geschieht mittels einer speziell entwickelten Doppelspritze, die höchste Patientenssicherheit gewährleistet. Zu empfehlen ist die ACP-Therapie bei schmerzhaften leichten bis mittelschweren Arthrosen
(Arthrosen Grad I-III). Bei Arthrose Grad IV ist der therapeutische Effekt jedoch gering.











